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Ein Abenteuer in Irland

Ein Auslandspraktikum bietet eine einzigartige Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln, neue Kulturen kennenzulernen und die beruflichen Fähigkeiten zu erweitern. Im Rahmen eines schulischen Programms - organisiert durch das Berufskolleg Lübbecke – haben wir Kerstin und Tobias, zwei unserer Auszubildenden, die Gelegenheit geboten, ein 3-wöchiges Praktikum in Irland zu absolvieren. Was die beiden gelernt und erlebt haben, das wollen die beiden gern teilen und nehmen uns mit auf ihre Reise …

  • Ein Abenteuer in Irland

Ein Auslandspraktikum bietet eine einzigartige Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln, neue Kulturen kennenzulernen und die beruflichen Fähigkeiten zu erweitern. Im Rahmen eines schulischen Programms - organisiert durch das Berufskolleg Lübbecke – haben wir Kerstin und Tobias, zwei unserer Auszubildenden, die Gelegenheit geboten, ein 3-wöchiges Praktikum in Irland zu absolvieren. Was die beiden gelernt und erlebt haben, das wollen die beiden gern teilen und nehmen uns mit auf ihre Reise …

05.05.2023

Vorbereitungen und Vorfreude

Bevor es vom 12. März bis 1. April nach Irland, genauer gesagt in die Hauptstadt Dublin ging, wurden Kerstin und Tobias vom Berufskolleg Lübbecke umfassend auf ihr Auslandspraktikum vorbereitet. Sie erhielten Informationen über das Land, die dortige Kultur und die Besonderheiten des Arbeitsumfelds. Außerdem wurden sie auf sprachliche Herausforderungen vorbereitet und hatten die Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Mit jedem Tag stieg ihre Vorfreude auf das Abenteuer in Irland.

Ankunft in Irland

Die Anreise nach Dublin erfolgte mit dem Flugzeug. Dort angekommen, wurden Kerstin und Tobias von ihren Gastgebern abgeholt und zu ihrer Unterkunft gebracht. Das Berufskolleg Lübbecke hatte im Voraus für sie eine Unterkunft organisiert. Das so eine Unterbringung bei einer Gastfamilie auch mal einen Haken haben kann, hat vor allem Kerstin gespürt. Sie musste sich gleich zu Beginn eine Menge Hausregeln anhören. Vielleicht muss man als Gasteltern auch klare Vorgaben machen. Schließlich sind nicht alle jungen Leute so wohlerzogen wie unsere beiden. 😉 Tobias hat zu seinem „Gastvater“ von Anfang an einen guten Draht. Er beschreibt ihn, Mr. Moola, selbst als „sehr enthusiastischen Menschen, der viel Energie ausstrahlt“.

Die ersten Tage haben die beiden genutzt, um sich mit ihrer neuen Umgebung vertraut zu machen und die Stadt gemeinsam mit den anderen Auszubildenden zu erkunden. Dabei haben beide zwei Dinge gelernt: Dublin ist doch ganz schön groß und die Wege mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sind weit, man muss also immer ausreichend Zeit einplanen, um pünktlich zu sein.


Das Praktikum

Sowohl Kerstin als auch Tobias haben ihr Praktikum in zwei Telefonshops absolviert, und ihre ersten Eindrücke waren, nun ja „spartanisch bis chaotisch“. Aber sie haben das Beste daraus gemacht und nannten es „kreative Unordnung“. Ihre Hauptaufgabe schien anfangs darin zu bestehen, das Chaos zu beseitigen. Doch bald fanden sie, dass die Aufgabe nicht nur Aufräumen war, sondern auch eine gewisse Ordnung im Chaos zu schaffen. „Wir haben die Kunst des organisierten Durcheinanders gemeistert“, scherzte Kerstin.

Die Gespräche mit den Kunden waren das Beste. Der irische Akzent führte hin und wieder zu lustigen Momenten, die beide Seiten mit Humor nahmen. Kerstin und Tobias hatten auch die Gelegenheit, einige Smartphones zu reparieren. Eine Aufgabe, die sie bisher nicht durchführen mussten und wohl auch hier nie wieder durchführen werden. Aber man lernt ja nie aus 😉

Insgesamt war das Praktikum in den Telefonshops in Irland eine einzigartige und humorvolle Erfahrung. Sie haben nicht nur einige fachliche Fähigkeiten entwickelt, sondern auch die Fähigkeit, in chaotischen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Und hey, sie können jetzt auch den irischen Akzent besser verstehen - ein Talent, dass sich nicht nur beruflich als nützlich erweisen kann!

Sie konnten somit wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt Irlands gewinnen. 


Sprachkenntnisse erweitern und Irland erkunden

Dublin stand auch unter dem Motto „Sprache lernen und Dublin/Irland entdecken“ … und den öffentlichen Nahverkehr ausgiebig „genießen“. Bus fahren, Umsteigen, Wartezeiten erdulden: Wir sind sicher, dass die beiden in der Ferne erstmals realisiert haben, wie komfortabel es doch ist, in einer ostwestfälischen Kleinstadt zu arbeiten.

Auch die Sprachkurse am ADC College hatten es durchaus in sich! 

Doch Sprachkurse sind ja auch nur dann sinnvoll, wenn sie in der Praxis angewendet werden können. Also raus auf die Straße. Und natürlich auch rein in die Pubs. Ganz günstig ist Irland allerdings nicht, mussten beide feststellen. Ein Irish Stew im Porterhouse Temple Bar schlägt mal eben mit satten 18,- € zu Buche. Andererseits macht so ein Stew eben auch genau wieder das: satt!

Natürlich haben sich die beiden nicht nur in Pubs rumgetrieben (lasen wir da nicht was von einer Karaoke Bar? Lasst mal was hören!): Dublin und einige andere Orte wurden ausgiebig erkundet.

Das Trinity College und die dortige Library gehörten genauso zum Pflichtprogramm, wie Ausflüge nach Howth (mit Seerobbenbegrüßung) oder Kilkenny. 


So eine Reise schweißt auch zusammen

Kontakt hatten die beiden aber vor allem auch mit den zahlreichen anderen „Austausch-Azubis“. Nach der Arbeit wurde sich verabredet, die Stadt wurde unsicher gemacht und man hatte viel Spaß miteinander (gibt es eigentlich echt keine Videos aus der Karaoke Bar?).

Wer sich ein wenig mit Irland auskennt, hat sicher bereits am Anfang des Artikels aufgrund des Reisezeitraums aufgemerkt: Die waren ja am 17. März dort! Genau, und an dem Tag ist in Irland St. Patricks Day, der vielleicht wichtigste Feiertag, der nicht nur in Irland, sondern auch weltweit von Iren, irisch stämmigen und -affinen Menschen mit Paraden und Volksfesten gefeiert wird. In den USA wird sogar der Chicago River an diesem Tag grün gefärbt. 

„Grün sein“ war auch für unsere Auszubildenden ein Muss! Also schnell noch mit irischen Accessoires eindecken (die Haare grün färben …) und ab zur Parade in die ziemlich volle Stadt, wo so ziemlich jeder entsprechend angezogen war. Die Parade selbst war vielleicht weniger spektakulär, es präsentierten sich halt Vereine, Schulen und sonstige Gruppierungen. Der St. Patricks Day ist eben sehr volksnah. In diesem Jahr fand die Parade unter dem Motto „We Are One“ statt. Und sie war noch aus einem zweiten Grund besonders: Es war die erste Parade nach Corona.

Ein weiteres Highlight war der Besuch des Whiskey Museums mit Führung und Verkostung. Doch das vermutlich größte Highlight der Reise: die Arbeit … ha! Witz! Natürlich war es der Besuch des Konzertes von Ed Sheeran in der 3Arena. Dessen Großeltern väterlicherseits sind übrigens Iren! Und wir sind ein bisschen neidisch.


Fazit

Auch wenn die Arbeitstage ihr Herausforderungen hatten, sind sich Kerstin und Tobias in einem einig: Das war eine großartige Erfahrung. Und beide würden die Gelegenheit jederzeit wieder nutzen. Beide kehrten nicht nur mit neuen beruflichen Erfahrungen zurück, sondern auch mit einem erweiterten Horizont und einem tieferen Verständnis für andere Kulturen.

Diese Erlebnisse wollen wir auch zukünftig unseren Auszubildenden bieten.

Kerstin und Tobias sind jedenfalls wieder wohlbehalten bei uns angekommen und genießen seitdem die modernen und aufgeräumten Arbeitsplätze. 

So schnell wird aus bereits selbstverständlichen Dingen wieder etwas ganz Besonderes … 😊



Alles Fotos: Kerstin und Tobias